Dienstag, 10. November 2009

Trauer um Nationaltorwart Robert Enke

Was für eine Nachricht. Da kommt man nichts ahnend nach Hause und liest so eine Meldung. Nationaltorwart Robert Enke tödlich verletzt an einem Bahnübergang. Man greift zur Fernbedienung, sieht den Ticker von N-TV und die ersten Stellungsnahmen. Man ruft sämtliche Seiten im Internet auf, weil man es einfach nicht glauben kann. Und doch stimmt es, die Meldungen werden konkreter. Suizid soll es gewesen sein. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, um so etwas zu tun? Eine Frage die man wohl nie beantworten kann. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie die jetzt wieder schlimme Tage und Wochen, wenn nicht gar Monate durchmachen muss.


Mehr kann man, und soll man auch nicht schreiben. Das werden die Medien in den kommenden Tagen genug tun. Ich mag mir garnicht ausmalen was dann vermutlich rausgekramt wird, und man in den Boulevard Blättern lesen wird. Während ich das schreibe kann ich es immer noch nicht fassen. Der Sport wird somit zur Nebensache, und der eigentliche Spielbericht zum gestrigen 1:0 Sieg über Hansa Rostock entfällt bzw. wird verschoben. Was bedeutet schon ein sportlicher Sieg, wenn es so eine Tragödie gegeben hat am heutigen Abend?

Ruhe in Frieden Robert....

Sonntag, 8. November 2009

Vorblick: Alemannia Aachen - Hansa Rostock

2. Liga / 12. Spieltag, 09.11.2009 / 20:15 Uhr
Alemannia Aachen - Hansa Rostock -:- (-:-)



Nach dem ersten Sieg unter Michael Krüger, und dem ersten Auswärtssieg überhaupt in dieser Saison, muss nun gegen Hansa Rostock die Bestätigung erfolgen. Da gibt es kein Wenn und Aber, alles andere außer drei Punkte zählt nicht. Will man den Anspruch an sich selbst weiter hoch halten, dann muss nun endlich eine Serie hingelegt werden. Bei den starken Augsburger reichte es zum Sieg, nun kommt mit Hansa Rostock ein Gegner auf Augenhöhe. Nicht nur tabellarisch liegt man ganz eng zusammen. Gerade mal 1 Punkt mehr hat die Alemannia auf Platz 11, vor der Hansa Kogge auf Platz 14. Zudem muss man zusehen das man den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht vergrößert. Mit einem Sieg kann man nicht mal einen Platz gut machen, es würde gerade reichen um auf Neuaufsteiger Paderborn punktemäßig aufzuschließen. Ausser man würde 6:0 Gewinnen am Montag, aber das ist utopisch. Da Alemannia mit Toren geizt, ist man schon mit einen knappen Ergebnis zufrieden. Aber Achtung. Auch die Hansa-Kogge ist nicht ohne. Trotz drei Niederlagen in den letzten Spielen konnte man zumindest spielerisch wieder mithalten. So verlor man gegen den FC St. Pauli auch nur äußerst unglücklich. Aber die Hansa -Kogge hat damit wieder enorm an Schlagseite bekommen. Eine weitere Niederlage gegen Aachen würde bedeuten das man vollendends im Abstiegskampf mitspielt. Dabei fing doch alles so gut an. Bei der Alemannia hingegen fing nichts gut an, und man hofft darauf das es nun endlich wieder mit Siegen nach vorne geht. Punkte verloren hat man nun genug, jetzt zählen nur noch Siege. Das die Mannschaft es kann, hat sie in Augsburg bewiesen. Voraussetzung ist eine stabile Abwehr und eine diesmal treffsichere Offensiv Abteilung.


Alemannia Coach Michael Krüger kann nun etwas entspannter die momentane Situation angehen. Der Sieg in Augsburg hat einiges leichter gemacht, aber man er betreibt keine Augenwischerei. Ganz und garnicht gefiel ihm das Augsburg zuviel Raum hatte bei ihren Gegenangriffen, und man selber zu fahrlässig mit den eigenen Chancen umging. Personell hat sich die Situation etwas entspannt. Mit Szilárd Nemeth und Kevin Kratz kehren zwei Alternativen mehr im Kader zurück. Beide haben ihre jeweiligen Verletzungen bzw. Krankheit (Kratz mit Schulereckgelenk - Nemeth mit Magen-Darm)auskuriert. Das 4-1-4-1 System wird gegen Hansa wohl nicht zum tragen kommen. Dies war eine Effektive Waffe gegen die Augsburger, gegen Rostock muss ein anderes System herhalten. Welches? Michael Krüger sagt nur lapidar, das man nicht so vermessen ist und glaubt das der Gegener sich nach der Alemannia richtet. Nach wie vor denke ich persönlich das eine Offensive mit zwei Stürmer effektiver ist. Benny Auer allein im Sturm klappt nur wenn die entsprechenden Flanken von aussen kommen. Da dies aber zu selten klappt muss er Unterstützung haben. Warum nicht mal Szilárd Nemeth wieder als Sturmpartner? Beide zusammen waren zumindest letzte Saison unsere stärkste Offensiv-Waffe. Ich bin gespannt.


Hansa Coach Andreas Zachhuber hadert mit seinem Team. Nach gute Start in die Saison ist man nun wieder da wo man garnicht hinwollte. Im Abstiegssumpf. Präsentierte man sich schwach und verlor, spielte man stark und verlor trotzdem. Parallelen zur Alemannia sind da nicht ganz von der Hand zu weisen. Die Hansa Abwehr leistet sich zuviele Fehler in der Abwehr, und im Sturm braucht man zu viele Chancen um diese zu verwerten. Mit Enrico Kern kommt passend dazu ein weiterer Spieler zurück ins Team der helfen soll. Personell sind auch die Ostdeutschen arg gebeutelt, ob Stürmer Martin Retov ins Aufgebot rutscht scheint fraglich. Er zog sich am letzten Spieltag gegen St. Pauli (1:2) einen Muskelzerrung zu. Zudem fallen mit Bradley Carnell, Dexter Langen, Stephan Gusche und Oliver Schröder wichtige Spieler aus. Keine Leichte Aufgabe für Coach Zachhuber, der hofft zumindest 17 Akteure mit nach Aachen nehmen zu können.


Bislang sind knapp 20.000 Tickets verkauft, den letzten Zuschauerbesuch von 26.000 gegen Union Berlin zu erreichen scheint fraglich. Auch weil es ein Montagsspiel ist, und live im DSF Übertragen wird. Egal, Alemannia ist verdammt zu siegen, und möglichst auch ein attraktives Spiel abzuliefern. Dann kommen auch wieder die Zuschauer ins Stadion, die bislang von der Mannschaft enttäuscht wurden. Der Sieg am letzten Spieltag in Augsburg soll und darf kein Strohfeuer sein. Sonst steht ein harter Winter im Hause Alemannia bevor. Und das will aus Alemannia Sicht keiner.



Mögliche Aufstellung:










Es fehlen:
Florian Müller (Kreuzbandriss)
Thomas Unger (Pfeifferisches Drüsenfieber)
Reiner Plaßhenrich (Trainingsaufbau)
Thomas Stehle (Trainingsaufbau)
Andreas Korte (Reha)
Andreas Lasnik (Reha)
Markus Daun (Knie OP)

Schiedsrichter: -noch vakant-

Bisherige Bilanz:
1 Sieg(e), 1 Unentschieden, 2 Niederlage(n)

Letztes Spiel:
06.02.2009 Alemannia Aachen - Hansa Rostock 3:3

Vorblick: Alemannia Aachen - Hansa Roctock

2. Liga / 12. Spieltag, 09.11.2009 / 20:15 Uhr
Alemannia Aachen - Hansa Rostock -:- (-:-)


Nach dem ersten Sieg unter Michae Krüger, und dem ersten Auswärtssieg überhaupt in dieser Saison, muss nun gegen Hansa Rostock die Bestätigung erfolgen. Da gibt es kein Wenn und Aber, alles andere ausser drei Punkte zählt nicht. Will man den Anspruch an sich selbst weiter hoch halten, dann muss nun endlich eine Serie hingelegt werden. Bei den starken Augsburger reichte es zum Sieg, nun kommt mit Hansa Rostock ein Gegner auf Augenhöhe. Nicht nur tabellarisch liegt man ganz eng zusammen. Gerade mal 1 Punkt mehr hat die Alemannia auf Platz 11, vor der Hansa Kogge auf Platz 14. Zudem muss man zusehen das man den Anschluss an das Tabellenmitteld nicht vergrößert. Mit einem Sieg kann man nicht mal einen Platz gut machen, es würde gerade reichen um auf Neuaufsteiger Paderborn punktemäßig aufzuschliessen. Ausser man würde 6:0 Gewinnen am Montag, aber das ist utopisch. Da Alemannia mit Toren geizt, ist man schon mit einen knappen Ergebnis zufrieden. Aber Achtung. Auch die Hansa-Kogge ist nicht ohne. Trotz drei Niederlagen in den letzten Spielen konnte man zumindest spielerisch wieder mithalten. So verlor man gegen den FC St. Pauli auch nur äusserst unglücklich. Aber die Hansa -Kogge hat damit wieder enorm an Schlagseite bekommen. Eine weitere Niederlage gegen Aachen würde bedeuten das man vollendends im Abstiegskampf mitspielt. Dabei fing doch alles so gut an. Bei der Alemannia hingegen fing nichts gut an, und man hofft darauf das es nun endlich wieder mit Siegen nach vorne geht. Punkte verloren hat man nun genug, jetzt zählen nur noch Siege. Das die Mannschaft es kann, hat sie in Augsburg bewiesen. Voraussetzung ist eine stabile Abwehr und eine diesmal treffsichere Offensiv Abteilung.


Alemannia Coach Michael Krüger kann nun etwas entspannter die momentane Situation angehen. Der Sieg in Augsburg hat einiges leichter gemacht, aber man er betreibt keine Augenwischerei. Ganz und garnicht gefiel ihm das Augsburg zuviel Raum hatte bei ihren Gegenangriffen, und man selber zu fahrlässig mit den eigenen Chancen umging. Personell hat sich die Situation etwas entspannt. Mit Szilárd Nemeth und Kevin Kratz kehren zwei Alternativen mehr im Kader zurück. Beide haben ihre jeweiligen Verletzungen bzw. Krankheit (Kratz mit Schulereckgelenk - Nemeth mit Magen-Darm)auskuriert. Das 4-1-4-1 System wird gegen Hansa wohl nicht zum tragen kommen. Dies war eine Effektive Waffe gegen die Augsburger, gegen Rostock muss ein anderes System herhalten. Welches? Michael Krüger sagt nur lapidar, das man nicht so vermessen ist und glaubt das der Gegener sich nach der Alemannia richtet. Nach wie vor denke ich persönlich das eine Offensive mit zwei Stürmer effektiver ist. Benny Auer allein im Sturm klappt nur wenn die entsprechenden Flanken von aussen kommen. Da dies aber zu selten klappt muss er Unterstützung haben. Warum nicht mal Szilárd Nemeth wieder als Sturmpartner? Beide zusammen waren zumindest letzte Saison unsere stärkste Offensiv-Waffe. Ich bin gespannt.


Hansa Coach Andreas Zachhuber hadert mit seinem Team. Nach gute Start in die Saison ist man nun wieder da wo man garnicht hinwollte. Im Abstiegssumpf. Präsentierte man sich schwach und verlor, spielte man stark und verlor trotzdem. Paralellen zur Alemannia sind da nicht ganz von der Hand zu weisen. Die Hansa Abwehr leistet sich zuviele Fehler in der Abwehr, und im Sturm braucht man zu viele Chancen um diese zu verwerten. Mit Enrico Kern kommt passend dazu ein weiterer Spieler zurück ins Team der helfen soll. Personell sind auch die Ostdeutschen arg gebeutelt, ob Stürmer Martin Retov ins Aufgebot rutscht scheint fraglich. Er zog sich am letzten Spieltag gegen St. Pauli (1:2) einen Muskelzerrung zu. Zudem fallen mit Bradley Carnell, Dexter Langen, Stephan Gusche und Oliver Schröder wichtige Spieler aus. Keine Leichte Aufgabe für Coach Zachhuber, der hofft zumindest 17 Akteure mit nach Aachen nehmen zu können.


Bislang sind knapp 20.000 Tickets verkauft, den letzten Zuschauerbesuch von 26.000 gegen Union Berlin zu erreichen scheint fraglich. Auch weil es ein Montagsspiel ist, und live im DSF Übertragen wird. Egal, Alemannia ist verdammt zu siegen, und möglichst auch ein attraktives Spiel abzuliefern. Dann kommen auch wieder die Zuschauer ins Stadion, die bislang von der Mannschaft enttäuscht wurden. Der Sieg am letzten Spieltag in Augsburg soll und darf kein Strohfeuer sein. Sonst steht ein harter Winter im Hause Alemannia bevor. Und das will aus Alemannia Sicht keiner.



Mögliche Aufstellung:


Es fehlen:
Florian Müller (Kreuzbandriss)
Thomas Unger (Pfeifferisches Drüsenfieber)
Reiner Plaßhenrich (Trainingsaufbau)
Thomas Stehle (Trainingsaufbau)
Andreas Korte (Reha)
Andreas Lasnik (Reha)
Markus Daun (Knie OP)

Schiedsrichter: -noch vakant-

Bisherige Bilanz:
1 Sieg(e), 1 Unentschieden, 2 Niederlage(n)

Letztes Spiel:
06.02.2009 Alemannia Aachen - Hansa Rostock 3:3

Mittwoch, 4. November 2009

Alemannia Aachen hat einen neuen Präsidenten

Dienstagabend um 19:55 Uhr war es soweit. Dr. Alfred Nachtsheim wurde mit deutlicher Mehrheit zum neuen Präsidenten des TSV Alemannia Aachen e.V. gewählt. Dabei votierten von den 465 Stimmberechtigen Mitgliedern 425 mit Ja, 31 mit Nein, bei 9 Enthaltungen. Damit wurde im zweiten Anlauf, nach dem gescheiterten ersten Versuch von Kandidat Günter Reinartz Ende Juni, ein Nachfolger für Horst Heinrichs gefunden. Auch sein Team wurde durch die Mitglieder mehrheitlich gewählt, so das dass neue Präsidium seine Aufgabe nun wahrnehmen kann. Nun, ich habe ihn auch gewählt. Nachdem ich zuerst mit einer Enthaltung Stimmen wollte, gab ich unseren neuen Präsidenten doch eine Chance. Sein Konzept klang schlüssig, ich hoffe er kann und wird viel davon umsetzen. Zudem ist er noch unverbraucht, und wenn er im ständigen Dialog mit den Fans bleibt, dann kann das werden. Gräben sollen zugeschüttet werden, die Kommunikation innerhalb der Abteilungen und der Alemannia GmbH besser funktionieren.


Bevor es aber richtig los ging, gab es erst für die Mitglieder den Kulturschock. Zumindest war ich nicht der einzigste, der entsetzt war. Nachdem man sich die Albert-Vahle Halle als Veranstaltungsort entschieden hatte (das Aachener Eurogress war belegt, die Räumlichkeiten des neuen Tivoli zu verwinkelt), nahm man das kostengünstige Angebot des Nachbarn ALRV (Aachen Laurensberger Reitsport Verein) gerne an. Wie kostengünstig das ganze war, konnte man beim betreten der Halle feststellen. Ich bin ehrlich, wahrscheinlich war ich zu blauäugig, das die Alemannia immer wieder einen nochmehr überraschen kann. Aber das man nun in einem "Pferdestall" verfrachtet wurde, spottet jeder Beschreibung! Da baut der Verein ein 50 Millionen Stadion mit allen Zipp und Zapp, und die Mitgliedsversammlung wird wie eine billige Betriebsratversammlung (mit warmen Würstchen) abgehalten auf Plastikbänken. Das sich der Vorstand nicht selbst geschämt hat, kann man unkommentiert stehenlassen. Aber vielleicht spiegelte das auch nur den offensichtlichen desolten Finanz-Etat wider? 465 Stimmberechtige Mitglieder waren zugegen, wenn man bedenkt das es knapp 10.000 Mitglieder gibt, ist das recht Bescheiden. Aber die große Luft war auch raus, nachdem die letzte Jahreshauptversammlung mit einem Debakel endete. Nun war ein Kandidat gefunden, der auch von weiten Teilen der Mitglieder, Fans, und der Fan-IG Unterstützung fand. Nachdem Vizepräsident Klaus Dieter Wolf die Versammlung eröffnete, und erklärte warum man "hier" war und nicht im Eurogress, gab es noch kleinere Dankesworte an den Ex Aachener Oberbürgermeister und Ehrenbürger Dr. Jürgen Linden, und seinem Nachfolger Marcel Phillip. Dieser hielt kurz eine Rede, und man bekam erzählt das er auch schon in der Volleyball Abteilung aktiv als Spieler tätig war. Nach der weiteren Lobhuddelei (u.a. war Alemannia Sportdirektor Bornemann auch da) ging es ans eingemachte. Die Wahlen standen an, und mit ein wenig Humor (den der eine oder andere als Drohung auffasste) wurde gesagt das um 20:45 Uhr die Champions League anfängt, und man dann fertig sein wollte. Dann betrat der Verwaltungsratvorsitzender Herwarts die Bühne und erklärte den Ablauf der Wahlen. Unglücklich das er eine schwarzgrüne Krawatte trug, das erinnerte an den ungeliebten Nachbar aus Ost-Heinsberg (oder auch Mönchengladbach genannt). Da unser Verwaltungsratvorsitzender ohnehin nicht das beste Standing unter den Fans/Mitgliedern hat (nach seinem Rundumschlag bei der letzten Versammlung), hätte man das als Affront auslegen können. Nun, diesmal war er aber besonnen auch wenn er auf einer Zwischenfrage leicht erregt antwortete "Kein anderer Verein hat soviel Demokratie wie die Alemannia". Das rief erste Gelächter und abfällige Bemerkungen aus dem Publikum hervor. Dabei blieb es aber dann Gottseidank.


Dann stellten sich die zu wählenden Kandidaten nochmal alle vor, Dr. Nachtsheim brachte gleich seinen sieben Punkte Plan unters Volk. Der wichtigste Punkt war wohl sich gemeinsam mit der Alemannia GmbH für eine Fanfreundlicher Anstosszeit in der zweiten Liga einsetzen zu wollen. Das ist aller Ehren Wert, aber wohl doch mehr eine Absichtserklärung mit guter Hoffnung. Denn die Musik bestimmen leider andere finanzkräftigere Vereine, so das man hier kaum eine Änderungen herbeiführen kann. Aber warten wir das mal ab. Die anderen Punkte zielten auf die Baustellen ab, die zur Zeit im Verein an allen Ecken und Kanten offen liegen. Die Kommunikation in den Gremien untereinander soll besser werden, den Fans will man noch mehr Gehör schenken. Die Alemannia Satzung soll ein feintuning unterzogen werden, in enger Zusammenarbeit mit der Fan-IG, die Strukturen sollen verfeinert werden, den Volleyballdamen mehr Trainingszeiten geboten werden, inklusive der Möglichkeit diese in eine Halle unter privater Trägerschaft zu nutzen. Ein wichtiger Punkt war noch Optimierung des Sponsorings und Marketings, wo noch viel Luft nach oben ist. Dies soll gemeinsam mit der Alemannia GmbH angegangen werden.


Nach der Vorstellung seines Konzepts gab es eine kleinere Fragerunde. Hier kamen Fans zu Wort, die ganz andere Fragen bewegten als zur Person Nachtsheim. So wurde bemängelt das dass DSF (Deutsches Sport Fernsehen) zuwenig Alemannia zeigt, da hätten andere Vereine ein ganz anderes Standing. Ob da nicht mal jemanden hinschicken könnte...Dr. Nachtsheim konnte dazu wenig sagen, diese Frage schien ihn Überrascht zu haben. Ein anderer meinte wie man zu Sportdirektor Bornemann steht, nach der miserablen Einkaufspolitik. Auch das blieb unbeantwortet, denn Dr. Nachtsheim stellte klar das er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein Mitglied des Vereins ist, und noch nicht gewählt ist. Dann wurde noch eine Entschuldung gefordert gegenüber Ex-Präsident Horst Heinrichs, dem man böse mitspielte und in einer Staatsanwaltschaftlichen Untersuchung mündete. Heraus kam nichts neues, die Akte wurde geschlossen wegen Geringfügigkeit, die Person Heinrichs fast rehabilitiert. Vizepräsident Wolf vertröstete die Fragestellerin auf den Tagesordnungspunkt "sonstiges". Ein anderer wollte noch Wissen warum nicht mehrere Kandidaten zur Wahl standen. Das sollte, laut Verwaltungsratvorsitzender Herwarts, eine mögliche Option für die Zukunft sein. Dann ging es zur Abstimmung über den neuen Alemannia Präsidenten. Mit 425 Ja Stimmen, 31 Nein, und 9 Enthaltungen wurde Dr. Alfred Nachtsheim als neuer Präsident gekürt. Danach stand die Wahl des Vizepräsidenten auf dem Programm. Zur Wiederwahl stellte sich Vizepräsident Klaus Dieter Wolf, der mit 427 Ja, 23 Nein, 15 Enthaltungen gewählt wurde. Für den Posten des Schatzmeisters stand Karl-Theo Strepp, er wurde mit 379 Ja, 67 Nein, und 19 Enthaltungen gewählt. Als Beisitzer sollte Michael Leers gewählt werden, er kam aus der Volleyball Abteilug. Mit 416 Ja, 30 Nein, und 19 Enthaltungen wurde er durch die Mitglieder gewählt. Als letzter Kandidat im Präsidenten Team stand Christoph Terbrack, der künftig als Notar und Jurist die Alemannia berät. Auch er wurde mit 400 Ja, 42 Nein, und 23 Enthaltungen gewählt. Die große Hürde wurde von allen genommen, und Alemannia hatte wieder ein neues Präsidium.


Danach ging weiter mit der Nachwahl zum Ältestenrat. Nach dem Tod von Peter Sieland stand nun Heinz Becker zur Wahl. Er ist seit vielen Jahren Vorsitzender des Förderkreises Alemannia 2000. Mit 463 Ja Stimmen, bei 2 Enthaltungen, wurde er mit überwältigender Mehrheit gewählt. Nächste Wahlrunde. Durch die Erweiterung des Aufsichtsrates der Alemannia Aachen GmbH waren drei Posten vakant, bedingt durch die Aufstockung und das Ausscheiden von Elmar Nosch. Zur Wahl stellten sich Franz-Wilhelm Hilgers, Stefan Nickolai und Carsten Schmidt. Alle drei wurden gewählt, aber die Mitglieder watschten Franz-Wilhelm Hilgers ab. Mit 271 Ja, 141 Nein und 53 Enthaltungen war es ein denkbar knappes Ergebnis. Einige meldeten bedenken an, da das Verfahren "per Hand auszählen" zu ungenau war. Schon vorher musste Nachgezählt und Neuabgestimmt werden, ehe man ein Ergebnis hatte. Man kann nur hoffen das man zukünftig per Stimmkarte und Box wählt, denn das dauert auch nicht länger und ist damit auch sicher. Nun denn, die anderen Kandidaten Stefan Nickolai und Carsten Schmidt wurden ebenfalls gewählt (Nikolai 308 Ja, 96 Nein, 61 Enthaltungen; Schmidt 421 Ja, 13 Nein, 31 Enthaltungen. Als letztes wurden noch die Kandidaten für den Alemannia Verwaltungsrat gewählt. Dort konnten sich u.a. die Fan-Vertreter Rolf Gerwert (443 Ja, 1 Nein, 21 Enthaltungen), Helmut Kutsch (332 Ja, 51 Nein, 82 Enthaltungen), Klaus Offergeld (406 Ja, 16 Nein, 43 Enthaltungen) und Heiner Höfken (332 Ja, 76 Nein, 57 Enthaltungen) durchsetzen.


Nachdem die ganzen Kandidaten gewählt wurden, kam es noch zu Abstimmungen der folgenden Punkte. Der vormals eingebrachte Antrag der Volleyball-Abteilung, sollte zurückgezogen werden oder per Nein Stimme zu Fall gebracht werden. Es ging um den Etat der Volleyball Abteilung, der die selbe Höhe haben sollte wie in der letzten Saison. Da der Inhalt sich in der Zwischenzeit aber selbst überholt hatt, wurde nach kurzer Diskussion der Antrag zurückgezogen. Nun kam man zum Antrag zur Wiedergründung einer Handball Abteilung. Nach der Vorstellung des Konzeptes wurde auch dieser Mehrheitlich beschlossen, mit 326 Ja, 30 Nein, 109 Enthaltungen. Nachdem alle Punkte angehandelt wurden trat Vizepräsident Klaus Dieter Wolf ans Rednerpult. Er kam nochmal auf die vorher gestellte Frage zurück wie man sich nun zu Horst Heinrichs äussert. Er sagte das man nur nach vorne schauen wollte, und sich lieber an die Verdienste von Ex-Präsident Horst Heinrichs erinnern will. Zu allem anderen Themen in dieser Sache gab es das übliche Blabla, Deckel drauf und fertig. Zuletzt bedankte er sich für die Zusammenarbeit, auch wenn man nicht immer einer Meinung war. Nun war fast alles gesagt, zumindest offiziell, und den Mitgliedern taten langsam der Hintern weh von den Platikbänken. Das Ziel, die Veranstaltung früh zu beenden, sollte aufgehen. Man hatte nun auch genug von dem Pferdestall, aber ohne die letzten Worte von Ehrenpräsident Leo Führen sollte keiner gehen. Auch er dankte nochmal alle Abteilungen in einer kurzenlangen Rede, und erinnerte nochmal daran das man nur gemeinsam Zusammenstehen kann wenn es um die Alemannia geht. Mit dem traditionellen dreifachen "Hipp Hipp, Hurra" wurde die Versammlung dann beendet. Eins weiß ich sicher, findet die nächste Veranstaltung nochmal in der Pferdekoppel statt, dann ohne mich. Und so wird es nicht nur mir gehen, das konnte man schin vernehmen. Dann kann man solche Veranstaltungen zukünftig mit den letzten Hartgesottenen in der Alemannia Cafeteria abhalten. Aber man hat ja jetzt die Hoffnung das dass neue Präsidium die nächste Veranstaltung im Rahmen der Jahreshauptversammlung anders angeht. Wie immer, die Hoffnung stirbt zuletzt. Gleiches gilt für die 7 Punkte von Dr. Nachtsheim. Wir werden sehen was umgesetzt wird, oder auf die lange Bank geschoben wird.