Freitag, 20. November 2009

Vorblick: TuS Koblenz - Alemannia Aachen

2. Liga / 13. Spieltag, 22.11.2009 / 13:30 Uhr
TuS Koblenz - Alemannia Aachen -:- (-:-)



Nach der Länderspielpause geht es für die Alemannia am Sonntag in Koblenz weiter. Dort soll auch der dritte Sieg in Serie eingefahren werden, will man nicht weiter auf der Stelle im unteren Tabellendrittel rumdümpeln. Nach dem letzten Sieg gegen Hansa Rostock (1:0), und dem zweiten Folge (1:0 Sieg in Augsburg), gab es drei Tage frei. Dann aber wurde das Training wieder intensiver geführt, im Vordergrund stand das schiessen auf das Tor. Denn die Torausbeute ist bislang in dieser Saison äusserst mager. So stehen auch die Stürmer in der Kritik, bis auf Benny Auer. Dieser lebt davon das er die Spiele zugespielt bekommt, das zuweilen nicht immer klappt. Die anderen Stürmer hingegen treffen das Tor nicht, die Zwangsversetzung auf die Bank oder Tribüne wird bockig kommentiert. So sind nun zwei neue Problemfälle dazugekommen. Hervé Oussalé mault ständig rum das er spielen will, statt auf der Bank zu sitzen. Das er im mannschaftsgefüge aber bislang zu egoistisch spielt will er nicht einsehen. Unzufriedenheit macht sich breit, so das er in Absprache mit Alemannia unter der Woche bei dem österreichischen Zweitligisten SC Austria Lustenau trainierte. Unzufrieden ist auch Szilárd Nemeth, der über Kurzeinsätze nicht hinauskommt. Auch er will spielen, und nicht auf der Bank sitzen. Sein Vertrag läuft aus, die bisherigen Leistungen sprechen eher gegen als für eine Verlängerung. Und das zu Recht. Szilárd Nemeth ist ein feiner Techniker, und ein noch besserer Aufleger für Benny Auer. Aber das feine Füsschen scheint er irgendwo ausserhalb vom Tivoli vergessen zu haben. Denn sobald er spielt sieht man ihn zwar körperlich auf dem Platz, aber bleibt so unsichtbar das man ihn kaum wahrnimmt. Das reicht nicht für die Mannschaft. Anstatt beide Spieler mal ihre eigene Leistung überprüfen, wird im großen Stil gejammert. Alemannia Sportdirektor Andreas Bornemann zeigt sich so auch verwundert. Denn zu ihm kam bislang keiner von beiden zum Ausheulen. Hervé Oussale trainiert zwar so wie man es sich wünscht, aber seine eigene Eigensinnigkeit steht ihm im Weg. Dennoch hofft man im Trainerstab das man beide Spieler wieder dahin führen kann, wo sie mal waren. Aber dazu bedarf es die mitarbeit der beiden. Denn beide sagen auch das sie am liebsten weiterhin für Alemannia spielen wollen.


Alemannia Coach Michael Krüger hat aber noch weitere Probleme. Zwar ist das Training bissig und auf hohen Niveau, aber das führte dazu das sich gleich zwei Spieler verletzten. Bei Daniel Adlung besteht zwar Hoffnung das er bis Sonntag wieder fit wird nach dem verpassten Pferdekuss, aber bei Kevin Kratz sind die Folgen weitaus schlimmer. Dieser zog sich beim Training eine Teilruptur des Außenbandes zu, was gleichbedeutend mit einer mehrwöchiger Pause verbunden ist. Manuel Junglas konnte auch erst diese Woche wieder mittrainieren nach seiner Gesichtsprellung aus dem Hansa Spiel. Somit schrumpft im gleichen Maße der Kader zusammen wie der Krankenstand größer wird. Das allerdings gibt Spielern wie Hervé Oussale und Szilárd Nemeth die Gelegenheit sich wieder im Vordergrund zu spielen. Die beiden sind auch die einzigen Stürmer die man als Alternative noch zur Verfügung hat. Denn mit dem Ausfall von Markus Daun (Knie-OP), Abdul Özgen (der vorwiegend in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt nach seinem Kreuzband-OP) und Babarcar Gueye, der vorwiegend im linken Mittelfeld spielt, sucht man händeringend einen treffsicheren Stürmer. Ob man diesen in der Winterpause finden kann? Finanziell eher nicht, es sei denn man trennt sich von beiden oben genannten Stürmern frühzeitig. Aber auch Alper Uludag könnte eine Alternative sein, denn unser Amateurspieler konnte gegen Hansa Rostock schon eimal Zweitligaluft schnuppern, nach guten Leistungen in der Amateur NRW-Liga. Änderunge wird es auf jedenfall in der Mannschaftsaufstellung geben, denn schon die Ausfälle zwingen wahrscheinlich Coach Krüger dazu. Man könnte es ja nochmal mit zwei Stürmern probieren, damit die Torquote wieder nach oben zeigt.


Bei der TuS aus Koblenz ist man ratlos. Nach dem Sieg in Fürth (2:1) am 10. Spieltag wähnte man sich wieder im Streben nach höheren Tabellenregionen. Doch dann folgten drei Niederlagen in Folge (DFB-Pokalaus in Hoffenheim mit 4:0, 0:3 gegen Duisburg und 1:2 gegen Paderborn), und die Stimmung ist wieder da wo die TuS auch tabellarisch steht. Mit Platz 16. in der Zweitligatabelle gibt sich TuS Coach Uwe Rapolder nicht zufrieden. So holte er auch die Peitsche raus auf dem Trainingsplatz. Nach fünf Heimpleiten in Folge muss nun ein dringender Sieg gegen Alemannia Aachen her. Denn man will nicht schon wieder ganz unten in der Tabelle stehen und bis zum Schluss um dem Abstieg mitkämpfen. Gerade von den erfahrenen Spielern erwartet Rapolder mehr. So gab es auch eine volle verbale Breitseite gegen die Spieler. Am Sonntag muss man es besser machen, alles andere ist nicht akzeptabel. Allerdings ist die Verletztenliste der Koblenzer fast genauso lang wie der von Alemannia. So routiert auch Uwe Rapolder sein Team jede Woche auf´s neue durch. man ist schließlich froh über jeden Spieler der im Kader steht.


Für Alemannia geht es am Sonntag nicht nur um drei Punkte. Auch das Geschichtsbuch liegt offen mit dem Kapital Spizenreiter der ewigen Zweitligatabelle. Diesen hat noch Fortuna Köln inne, aber am Sonntag könnte Alemannia den ersten Platz einnehmen. Aber schon ein Punkt würde genügen um mit der Fortuna gleichzuziehen. Dann würde man 1376 Punkten den ersten Platz einnehmen, gleichauf mit Fortuna Köln. Alemannia benötigte für diese Punktzahl allerdings nur 931 Zweitligaspiele, während die Kölner Fortuna dazu 970 Spiele gebraucht hat. Mit einem Sieg am Sonntag würde man alleiniger Tabellenführer bleiben. Daür bekommt man zwar nix, aber sieht nett aus in der Tabelle. Langfristig gesehen will man eh die Bilanz der ewigen Bundesliga Tabelle aufpolieren. Aber das ist ein anderes Thema.




Mögliche Aufstellung:









Fraglich:
Daniel Adlung (Oberschenkel)
Manuel Junglas (Prellung Gesicht)

Es fehlen:
Kevin Kratz (Teilruptur des Außenbandes)
Florian Müller (Kreuzbandriss)
Thomas Unger (Pfeifferisches Drüsenfieber)
Reiner Plaßhenrich (Trainingsaufbau)
Thomas Stehle (Trainingsaufbau)
Andreas Korte (Reha)
Andreas Lasnik (Reha)
Markus Daun (Knie OP)

Schiedsrichter: Christian Schössling

Bisherige Bilanz:
2 Sieg(e), 3 Unentschieden, 1 Niederlage(n)

Letztes Spiel:
26.04.2009 TuS Koblenz - Alemannia Aachen 0:2

Sonntag, 15. November 2009

Newsflash Up2Date - Das spielfreie Wochenende

Trauerfeier für Robert Enke
Heute war in der AWD Arena Hannover die offizielle Trauerfeier. Ich denke das Robert einen würdigen Abschied bekommen hat. Auch wenn es jetzt ein paar Tage her ist, und man die Beweggründe nun allerorts lesen, hören kann, man mag es immer noch nicht so recht glauben. Ganz egal wie Robert Enke alle getäuscht hat, oder sich viele haben täuschen lassen, finde ich es besonders schlimm wenn die ganzen selbsternannten Experten nun ihr bestes geben. Dieses altkluge Geschwätz wie man es in Zukunft verhindern kann, wie man die Profis an die Hand nehmen muss in jungen Jahren, und wie Tolerant doch alle werden müssen in dieser Sache. Da kommt mir der Kaffee hoch! Gerade die Bild Zeitungsreporter, Chefredakteure, Moderatoren sind doch immer auf der Suche nach der "Story". Und da ist es egal wie weit man geht und einen Menschen sein innerlichstes öffentlich preisgibt. Konstruiert mit einer schönen Story, und ein paar Highlights wird alles ausgegraben was man finden kann. Sebastian Deisler kann ein Lied davon singen. Und nun heben gerade diese Leute mahnend den Zeigefinger? Da fällt mir nur ein Wort zu ein...und das kann sich jeder selber denken. Ruhe in Frieden Robert.


Das Problem Hervé Oussalé ?
Im Moment scheint es nicht gut zu stehen um unseren jungen Stürmer aus Burkina Faso. Fast ein Jahr ist er nun am Tivoli, in der Winterpause 2008/2009 wurde er verpflichtet. Jung, ungestüm, und mit direkten Zug zum Tor. Das könnte mal einer werden, so die Meinung. Über die Jokerrolle sorgte er bei seiner Einwechslung immer für Furore. Nicht nur beim Gegner, auch bei den eigenen Mitspielern sorgen seine eigenwilligen Bewegungsabläufe mitunter zum Staunen. Leider scheint er sich aber nicht weiterentwickelt zu haben. Die letzten Auftritte von ihm, unter Neu Coach Michael Krüger, zeigten ihn als eigensinnigen und egoistischen Spieler. Statt den besseren postierten Mitspieler anzuspielen, versuchte er es allein. Natürlich, entstehen daraus Tore hat er alles richtig gemacht und man würde im Kaltschnäuzigkeit unterstellen. Da dem aber nicht so ist, und dies auch nicht mannschaftsdienlich ist, bekam er eine Pause verordnet. Coach Michael Krüger ließ wissen, das man sich mit Hervé noch einmal intensiv unterhalten muss. Wenn er das aber nicht einsieht, und weiterhin bockig agiert, dann könnte bald das Ende des Engagement bei Alemannia sein. Ich würde es persönlich schade finden, denn das Potenzial das er hat, muss nur einmal zum Entfalten gebracht werden.


2:1 Testspielsieg gegen KVC Westerlo
Das freie Wochenende nutze die Alemannia um der zweiten Garnitur Spielpraxis zu ermöglichen. Diejenigen, die wenig zum Einsatz kamen, sollten sich diesmal präsentieren. Coach Michael Krüger verlangte das die Ersatzleute zeigen was sie können. Denn das ist die beste Voraussetzung um sich in der ersten Elf reinzuspielen. Gegner am letzten Freitag war der belgischen Erstligist KVC Westerlo, zur Zeit Tabellenzwölfter der Jupiler Pro League. Das Spiel fand auf der Anlage des KFC Zammel vor knapp 100 Zuschauer statt. In der ersten Hälfte war man noch auf Augenhöhe mit dem Gastgeber, und geriet durch einen Foulelfmeter in Rückstand. In der zweiten Hälfte dominierte die Alemannia schließlich, und spielte ihr Potenzial heraus. Durch Kevin Kratz, per Freistosstor, und Szilárd Nemeth per Handelfmeter, gewann die zweite Garnitur der Alemannia das Spiel verdient mit 2:1. Zum Einsatz kamen David Hohs im Tor, Timo Achenbach, Nico Herzig, Mirko Casper, Jeromé Polenz, Lukasz Szukala, Alper Uludag, Kevin Kratz, Patrick Michraum, Manuel Junglas, Szilárd Nemeth und Hervé Oussalé. Alemannia Coach Michael Krüger war dann auch zufrieden mit dem Auftritt der Mannschaft, schließlich hatte man zum erstenmal in dieser Spielzeit einen Rückstand zum Sieg gedreht.

Dienstag, 10. November 2009

Trauer um Nationaltorwart Robert Enke

Was für eine Nachricht. Da kommt man nichts ahnend nach Hause und liest so eine Meldung. Nationaltorwart Robert Enke tödlich verletzt an einem Bahnübergang. Man greift zur Fernbedienung, sieht den Ticker von N-TV und die ersten Stellungsnahmen. Man ruft sämtliche Seiten im Internet auf, weil man es einfach nicht glauben kann. Und doch stimmt es, die Meldungen werden konkreter. Suizid soll es gewesen sein. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, um so etwas zu tun? Eine Frage die man wohl nie beantworten kann. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie die jetzt wieder schlimme Tage und Wochen, wenn nicht gar Monate durchmachen muss.


Mehr kann man, und soll man auch nicht schreiben. Das werden die Medien in den kommenden Tagen genug tun. Ich mag mir garnicht ausmalen was dann vermutlich rausgekramt wird, und man in den Boulevard Blättern lesen wird. Während ich das schreibe kann ich es immer noch nicht fassen. Der Sport wird somit zur Nebensache, und der eigentliche Spielbericht zum gestrigen 1:0 Sieg über Hansa Rostock entfällt bzw. wird verschoben. Was bedeutet schon ein sportlicher Sieg, wenn es so eine Tragödie gegeben hat am heutigen Abend?

Ruhe in Frieden Robert....